In der letzten Woche wurde durch den Bericht von SEOmoz.org zum Thema Linkbuilding mit Hilfe der Google Bildersuche viel zu diesem Thema geschrieben. Einen sehr guten und sogar ergänzenden Beitrag hat Martin auf dem TagSeoBlog dazu veröffentlicht. Dort geht Martin unter Punkt 5 auf die Gefahr der Aufdeckung von Linknetzwerken ein.
Leider wird das Thema Footprints beim Linknetzwerk-Aufbau immer wieder etwas stiefmütterlich behandelt, so auch bei der typischen Grafik im Impressum. Bereits vor der Google Image Search gab es Grafik-Suchmaschinen, welche nach Duplikaten im Internet gesucht und teilweise auch gute Ergebnisse geliefert haben.
Bei einer Backlinkanalyse bin ich gerade auf eine sehr schöne Reanimate gestoßen, welche mit Massen von deutschen Government-, Uni- bzw. Forschungs-Backlinks gesegnet ist und nach der Reanimation sehr gut rankt. Das Impressum war mit einer Grafik ausgestattet, also einfach mal bei der Google Image Search ausprobiert:

Und Treffer! Einige Seiten mit absolut identischen Grafiken werden von Google angeboten. Darunter sehr viele schöne Expireds und weitere Projekte des Kollegen, welche bestimmt niemals auf einer öffentlichen Liste auftauchen sollten.

Also hat Google in der eigenen Datenbank bereits eine Liste mit
Domains, welche alle die gleiche Grafik als Impressum nutzen. Natürlich ist es auch “organisch”, dass es gleiche Grafiken auf mehreren Domains gibt, wenn man nur mal an Banner, PR-Fotos oder Logos denkt und Google wird nicht alle Anhäufungen überprüfen, aber sollte eine der Domains in diesem Netzwerk einmal auffallen, wäre mit ziemlicher Sicherheit das gesamte Netzwerk in Gefahr.
Daher sollte man, wenn man schon eine Grafik als Impressum nutzt, diese auch für jede einzelne Domain in Schriftart, Schriftgröße oder Farbe variieren. Dazu muss nicht immer Photoshop angeschmissen werden, es gibt auch diverse Online-Generatoren für den Text in Grafiken. Einen habe ich jetzt auf dieser Domain installiert und wünsche viel Freude bei der Erstellung von Texten als PNG Grafik.

Moin Moin,
schönes Beispiel das Du hier bringst.
Du solltest allerdings noch unbedingt die Größenangabe der Impressumsgrafik entfernen, konnte innerhalb von 5 Minuten herausfinden welcher SEO hier enttarnt wurde.
Viele Grüße
Alexander
Danke für den Hinweis, genau das hatte ich versucht zu vermeiden. Ist jetzt aber auch geändert.
Ja das Thema Footprint wird insgesamt sehr wenig behandelt aber ist extrem wichtig. Denn wer sich schon die Arbeit macht und ein Linknetzwerk aufbaut sollte hier schauen das man dieses nicht einfach über einen Footprint aufdecken kann. Aber wenn man halt recht umfangreich über das Thema Footprints schreiben möchte könnte man ein ganzes Buch schreiben. Denn es gibt ja so viele Bereiche wo Footprints hinterlassen können z.B. bei Backlinks, Footer Texten, Impressum (sowohl Text wie auch Bild wie du hier aufgezeigt hast). Oder auch beim Einbinden von Adsense, Analytics oder anderen Tracking Möglichkeiten. Hier hatte ich in einem Artikel mal beschrieben wie man Piwik nutzen kann ohne dort einen Footprint zu hinterlassen.
http://seovoice.de/footprintloses-piwik-tracking-inhouse-losung/
Aber es gibt ja noch Unmengen an weiteren Bereichen bei welchen Footprints hinterlassen werden können. Daher sollte auf jeden Fall ein Linknetzwerk gut geplant werden und man sich auch genug Gedanken machen wie man dieses aufbaut so dass es nicht direkt enttarnt wird.
Oha. Dabei stehe ich doch so ungern um Rampenlicht.
Danke, das Du das ganze hier sehr neutral behandelst, Jan!
Gut, dann weis ich nun was ich diese Woche noch zu tun habe.
Dein Tool wird mir die Arbeit mit Sicherheit erleichtern. Klasse wäre, wenn es jetzt noch Umlaute und die gängigsten Sonderzeichen frisst und man ggf. vorab ein random aktivieren könnte.
Beste Grüße aus dem Süden
Hey “Autsch”
das hat sich aber schnell zu Dir rumgesprochen. Nachvollziehbar sollte es aber nicht sein. War einfach ein sehr schönes Beispiel…
Beste Grüße aus dem Norden zurück!
Jan
Nur der Vollständigkeit halber: spreerecht rät ab vom grafischen impressum: http://spreerecht.de/abmahnung/2011-02/abmahnung-wegen-impressums-als-bilddatei
Das sollte hoffentlich jedem klar sein
Dieser Text ist sicherlich interessant aber ich halte es für einen sehr großen Fehler das Impressum als Grafik darzustellen. Es besteht hierbei auf jeden Fall die Gefahr einer Abmahnung. Da das Internet ja auch von blinden und sehbehinderten Menschen genutzt werden kann wäre es für diese Menschen ein unzumutbarer Nachteil wenn diese die Infos aus dem Impressum nicht erhalten könnten. Die spezielle Software die diese Menschen zum Surfen im Internet verwenden kann nämlich die Grafik nicht übersetzen. Aus diesem Grund würde ich behaupten das sich das Thema eigentlich von vorne herein schon erledigt hat.
Trotzdem ist es auf jeden Fall sinnvoll alle anderen Grafiken die auf der Webseite sind für die Bildersuche zu optimieren.
Hallo Stefan,
natürlich sollte es jedem klar sein, dass ein Impressum als Grafik evtl. eine rechtliche Gefahr darstellt. Aber auch technische Maßnahmen um nur die eMail-Adresse oder Faxnummer “unlesbar” zu machen, sind dann natürlich genau so fragwürdig.