You are currently browsing the archives for the SEO category


Auswirkungen und Chancen durch Google Places

Nachdem Torsten Maue heute in seinem Blog über die Auswirkungen der neuen Google Places Einträge einen wirklich sehr guten Beitrag veröffentlicht hat, konnte ich die Hälfte meines Artikels wieder kürzen. Viele wichtige Gedanken hat er dort ganz richtig ausgeführt und eine Wiederholung dieser wäre unnötig. Mir sind jedoch zwei weitere Punkte sehr wichtig.

In dem grün markierten Feld finden sich die Wertungen aus der Google Places Bewertung in Form von fünf hoffentlich ausgefüllten Sternen, welche durch Kunden und Besucher des Profils abgegeben werden können. Außerdem die Anzahl der abgegebenen Bewertungen.

Unter dem Ergebnis im gelb markierten Feld finden sich dann noch ausgewählte Partnerseiten von Google, auf welchen es ebenfalls Bewertungen zu diesem Places Eintrag gibt.

Heute finden wir durch eKomi, Trusted Shops oder einem der zahlreichen anderen Anbieter von Produkt- oder Shopbewertungen auf fast allen Seiten die bekannten fünf Sterne. Daher ist anzunehmen, dass Suchmaschinennutzer viele ausgefüllte Sterne in Verbindung mit einer hohen Anzahl der abgegebenen Bewertungen (“Viele Leute können sich schließlich nicht irren”) als sicheres Qualitätsmerkmal des Suchergebnisses werten und klicken.

Natürlich kann man mit ein wenig Aufwand diese Ergebnisse selbstständig “ankurbeln”, was jedoch ganz klar gegen Google Richtlinien, Wettbewerbsrecht, etc. verstoßen würde. Ein anderer Weg wäre, seine hoffentlich zufriedenen Kunden, auf die Möglichkeit der Bewertung bei Google aufmerksam zu machen und z.B. gleich einen Link für das entsprechende Profil bei Google Places zur Verfügung stellen. So konnten wir bei einigen Kunden bereits mehr als 50 Bewertungen einsammeln.

Wenn Google die Places Einblendungen in den SERPs weiterhin in dieser Intensität beibehält, ist eine Optimierung des Places Eintrags dringend anzuraten.

SEO – Wohin geht die Reise?

Bing und Facebook haben ihre Zusammenarbeit für die Auslieferung von Suchergebnissen, welche auch auf Nutzer-Empfehlungen (I Like) beruhen, bekannt gegeben. Zunächst wird das System in den USA eingeführt und dann im Laufe der nächsten Monate auch in Deutschland umgesetzt werden.

Microsoft hatte bereits sehr früh in Facebook investiert, ob es bereits zu diesem Zweck geschah, ist fraglich, nun aber sicherlich eine lohnenswerte Entscheidung, welche das Potential hat, den Suchmaschinen-Markt zumindest aufzumischen.

Kontert Google jetzt mit einer eigenen Social Plattform? Ist der Zug für Google abgefahren?

Bei Google ist Social Media (Twitter) schon länger ein Ranking-Faktor, wenn auch sicherlich noch ein sehr kleiner und nicht mit einer so direkten Wirkung wie es evtl. durch die Facebook-Empfehlungen möglich sein kann. Auch gibt es Gerüchte zu einem eigenen Social Network mit dem Namen Google.Me, welches es aber gegen einen so “eingesessenen” Mitbewerber wie Facebook schwer haben wird.

Das Ende von SEO ist durch diesen Deal mit Sicherheit kein Stück näher gekommen, denn nach wie vor werden immer noch Banklinks, Anchor-Texte und der Seiteninhalt über die Keywords für die eine Seite rankt entscheiden. Das ist, jedenfalls über den jetzigen “I Like”-Button nicht wirklich gut zu realisieren.

Auch die Manipulation dieser Ergebnisse müsste sicher verhindert werden. Es gibt bereits Anbieter, welche dem Facebook Account zu relativ moderaten Preisen 1000, 5000 oder auch 10000 Freunde hinzufügen. Dass so etwas auch mit den “I Like” Buttons möglich ist, sollte jedem mit etwas technischem Know-How klar sein.

Für Bing ist das Ganze sicherlich ein guter Deal, mit welchem auch die Bing-Nutzerzahlen allein durch die Beliebtheit des Partners Facebook nochmals klettern dürften. Ob damit aber das Rad neu erfunden wird, möchte ich stark bezweifeln. Natürlich kann man über Social Networks (Twitter, Facebook und Co.) Trends und beliebte Themen ableiten, aber für die qualifizierte Informationsfindung wird eine Content-bezogene Suchmaschine wie Google immer die Nase vorn haben.

Googles URL-Shortener goo.gl

Google hat seit gestern seinen URL-Shortener goo.gl für die externe Benutzung freigegeben. Nett von Google, oder haben die sich etwas dabei gedacht? Bereits jetzt twittern die Ersten, mehr spaßig als verifiziert, dass man durch den Dienst das Ranking verbessern könnte.

Naja, aber mal den Spaß beiseite gelassen. Google hat, sollte sich der Dienst durchsetzen, eine sehr gute Informationsquelle über aktuell viel geklickte Seiten und könnte diese Daten als Kriterium für aktuelle Ergebnisse in den SERPs mit nutzen.

Nur so ein Gedanke… Ist ja auch schon spät ;)

Linknetzwerke selber aufbauen?

Nachdem ich in den letzten Tagen zwei interessante Artikel lesen und ein nettes Telefonat zu diesem Thema führen durfte, möchte ich hier mal meine Meinung zum Thema Linknetzwerke loswerden.

Fast jede SEO Agentur sammelt im Laufe der Zeit eine beachtliche Menge an Domains an. Viele Agenturen nutzen die Domains direkt als Satelliten oder Presell-Pages für Kunden, andere bauen allgemeinere Seiten oder Portale wie Bookmark-Dienste, Counter, Foren, etc. auf.

Grundsätzlich sollte man mindestens eine andere IP-Adresse, besser ein anderes Class-C Netzwerk, für jede innerhalb eines Projektes verwendete Domain nutzen. Das bedeutet man benötigt diverse Webspace-Anbieter oder nutzt auf diesen Service spezialisierte Hoster, welche Server mit verschiedenen IP-Adressen anbieten. Günstige Webspace-Pakete findet man z.B. bei Webhostlist. Um sich bei Kündigungen nicht ständig mit Domainumzügen herumquälen zu müssen und auch aus Kostengründen empfiehlt es sich einen Domainprovider zu nutzen und die Domain dann über den DNS-Eintrag auf den entsprechenden Provider zu setzen. Für viele Provider ist das kein Problem und die Preise für die Webspace-Pakete ohne Domain sind oftmals sehr günstig.

Um ein Linknetzwerk für Google wirklich “unsichtbar” zu machen, muss man auch bei den Inhaberdaten zu der Domain Veränderungen vornehmen, was allerdings rechtlich auch problematisch sein kann. Je nach Größe des Linknetzwerks sollte man sich darüber Gedanken machen. Ob sogenannte Trust-Services (Anonymisierung der Domain-Inhaberdaten) von Domainprovidern Sinn machen ist fraglich, wenn Google tatsächlich die Daten der Registry auswerten würde, wären solche Einträge doch ein deutliches Zeichen für unseriöse Webseiten. Meiner Erfahrung nach spielen die Einträge im Moment aber keine große Rolle.

Wichtig ist natürlich auch, nicht auf allen seinen Domains den gleichen Adsense Account zu nutzen… Leichter kann man es Google dann wirklich nicht mehr machen. ;)

Ein Linknetzwerk muss gepflegt werden. Content sollte regelmäßig nachgeschoben werden, die genutzten Softwarelösungen (WordPress, Redaxo, etc.) müssen auf dem neusten Stand gebracht und user-generated Content muss geprüft werden. Auch der Backlink-Aufbau für die einzelnen Domains kann natürlich viel Zeit in Anspruch nehmen, wobei man je nach Wert und Wichtigkeit solcher Satelliten auch “einfache” und automatische Linkbuilding-Methoden in Betracht ziehen kann.

Alles in allem ist ein eigenes großes Linknetzwerk sicherlich eine tolle Sache um relativ gelassen in den SERPs seine Keywords zu pushen. Das Ganze muss aber gut geplant und verwaltet werden, um auf Dauer wirklich effektiv zu funktionieren.

Google Instant – Fluch oder Segen für den SEO?

Seit gestern ist das Thema Google Instant ja bei sämtlichen SEO Blogs und bei Twitter stark vertreten. Daher möchte auch ich meinen Senf dazu geben.

Das Google etwas Derartiges plant, wurde ja bereits kurz vor der Keynote (Darf man  das Wort eigentlich unabhängig von Apple noch benützen?) gemunkelt.  Meine ersten Gedanken dazu gingen bereits in die Richtung, dass der Long-Tail wohl früher oder später darunter leiden würde. Sicherlich muss man die Google-User dazu in verschiedene Kategorien einteilen. Ein langsamer Tipper und wenig erfahrener User wird bereits sehr früh auf die SERPs klicken, die Power-User dagegen werden evtl. erst nach dem vollständigen getippten Gedanken auf den Bildschirm schauen und weiterhin den Long-Tail abfragen.

Trotzdem glaube ich, dass der Long-Tail unter dem neuen Sucherlebnis leiden wird und die hart umkämpften Keywords noch wichtiger für den SEO Markt werden. Seiten und besonders Internetshops, welche bisher gute Geschäfte im Long-Tail machen konnten werden ihre SEO Maßnahmen teilweise deutlich nach oben schrauben müssen.

Wichtiger werden wohl auch die Title-Tags und die hoffentlich passenden und angezeigten Descriptions, denn der User muss ja nun noch schneller motiviert werden auf die SERPs zu klicken und mit weiteren Eingaben aufzuhören.

Wer bereits auf Google Suggest optimiert hat, ist erstmal fein raus. Die Rechtschreibungs- und Vertipper-Abfänger sind dagegen wohl demnächst aus dem Rennen.

Zu den typischen Unkenrufen wie „Instant ist der Tod von SEO“ möchte ich nur wieder einmal sagen: Solange es Suchmaschinen gibt, wird es Suchmaschinenoptimierung geben! ;)

Sicherlich muss man in den nächsten Wochen und Monaten mehr analysieren und überlegen, aber genau das ist es doch, was für uns das SEO so interessant macht und wofür uns die Kunden bezahlen.

Ach, liebe CTR-Optimierer und Liebhaber, aus SEM/SEA – Sicht wird sich wohl doch nicht so viel ändern. Eine Impression wird wohl erst gezählt, wenn der User auf ein Ergebnis klickt oder den Suchvorgang durch ENTER, den Suchen-Button oder 3 Sekunden Inaktivität beendet.

SEO aus höchstrichterlicher Sicht

In einem gerade veröffentlichen Urteil des Bundesgerichtshofes wurde der Onlineshop Betreiber Pearl Agency verurteilt, den vom Markenrecht geschützten Begriff “Power Ball” weder in der internen Suche noch in den organischen Suchergebnissen zu bewerben.

Pearl bietet ein dem Power Ball ähnliches Produkt an. Dieses wurde sowohl über die Onlineshop interne Suche, als auch an Platz 2 bei den organischen Suchergebnissen in Google mit dem geschützten Begriff “Power Ball” gefunden. Der Markeninhaber mahnte daraufhin Pearl Agency ab und gewann nun höchstinstanzlich auch gegen den Einwand, dass die Google Ergebnisse automatisch generiert werden würden, ohne selber direkten Einfluss darauf zu haben.

Das Gericht erkannte aber die Möglichkeiten der SEO Optimierung seitens Pearl, um ein solches Ergebnis herbei zu führen. Es sei hinreichend bekannt, dass Google aus Kriterien wie Inhalt der Seite, Kopfzeilen und anderen Merkmalen die Ergebnisse generiere.

Damit ist klar, dass die markenmäßige Nutzung von geschützten Marken, auch in Metatags und anderen SEO-Maßnahmen, wettbewerbsrechtlich angreifbar ist, wenn diese Marke nicht regulär vertrieben wird, sondern nur als Zugpferd für ähnliche Produkte benutzt wird. Ob auch Anchor-Texte aus Backlinks davon betroffen sind, ist anzunehmen, dieses wurde im Urteil aber nicht explizit erwähnt.

SEO wird erwachsen und muss sich immer mehr mit “erwachsenen” Regeln und Problemen beschäftigen.

Immer wieder dieses DMOZ…

Eigentlich ist die Idee, eines wirklich qualitativ hochwertig moderierten Webkataloges gut. Der ein oder andere könnte dieses Instrument tatsächlich nutzen, um Informationen außerhalb der typischen Suchmaschinen zu finden, auch wenn es ganz klar eine Minderheit seien wird.

Der “heilige Gral der Webkataloge”, das DMOZ  (Open Directory Project) wird immer wieder im Bereich SEO als Faktor im Google-Algorithmus gehandelt. Natürlich verfügt dmoz.org über einen hohen Pagerank und wird sicherlich auch mit ordentlich Trust von Google ausgestattet sein, ob es allerdings den Trust verdient hat, zweifel ich hier einmal an.

Auch ich bin seit drei Jahren DMOZ-Editor in ca. 12 Kategorien und betreibe das immer mal wieder einen Tag im Monat, um Karteileichen zu entfernen und neue Einträge freizuschalten. Das Ganze macht man ehrenamtlich und sollte eigentlich auch frei von Vorurteilen oder Wettbewerbsgedanken sein. Dieses ist aber leider nicht immer so.

In starken Kategorien (Money-Keywords, umkämpfte eCommerce-Märkte, etc.) wartet man teilweise ein Jahr auf die Freischaltung eines Eintrags oder wird diesen wohl nie erleben. Wenn man dann beim zuständigen Editor anfragt, kann es sogar vorkommen, dass man für Einträge irgendwelche Gegenleistungen erbringen soll. Und neue Editoren, welche bereit wären Zeit und Engagement zu investieren, werden nicht mehr auf die übergeordneten Kategorien freigeschaltet und warten teilweise nur noch auf neue Einträge in ihren Kategorien.

Natürlich liegt das auch an den SEOs, welche auf DMOZ aktiv sind und SERP-Mitbewerber nicht unbedingt sofort freischalten wollen. Aber genau dieses wird DMOZ irgendwann das Genick brechen, denn ein Open Directory sollte für alle guten Seiten offen stehen.

Die Kritik wird immer lauter und irgendwann werden auch die Verantwortlichen bei Google diesem Projekt nicht mehr den Wert zugestehen, welchen es jetzt vielleicht noch hat. Eigentlich schade, denn es soll auch wirklich engagierte Editoren ohne Hintergedanken geben.

Das Ende von Yahoo als Backlinkdaten-Quelle

Als ich letzte Woche den Artikel beim Swiss IT Magazin gelesen habe, in welchem es um die Äußerung aus Microsoft-Kreisen geht, bis Ende des Jahres Yahoo vollständig mit Bing-Daten zu versorgen, musste ich sofort wieder an den Artikel vom Seonauten denken.

Dort schrieb Marco bereits im April von der Apokalypse, welche für viele Freelancer und von Mario Fischer so bezeichneten “Dumpfbacken SEOs” mit dem Wegfall der Yahoo Backlink-Daten eintreten könnte.

Auch viele SEO-Tools benutzen die Daten von Yahoo in den Backlink-Funktionen. Gerade für die Anbieter solcher Tools sollte nun ein zeitnaher Aufbau entsprechender eigener Crawler, bzw. die Anmietung entsprechender Datenquellen unumgänglich sein. Auch wenn viele Tools bereits mit eigenen Crawlern arbeiten, sind diese z.Zt. meistens nur “unterstützend” tätig und können selten mit der Anzahl, der von Yahoo gefunden Daten mithalten.

Seit den ersten Übernahme-Gerüchten von Yahoo durch Microsoft, gab es den einen oder anderen, welcher über diese Möglichkeit philosophiert hatte. Doch nach einer so konkreten Aussage aus dem Hause Microsoft, muss man nun einfach damit rechnen.

Was gibt es für Alternativen?

Natürlich kann man seine eigenen Backlinks immer noch mit den Google Webmaster Tools abfragen und mit dem Export auch relativ bequem auswerten. Aber jeder schaut doch auch gerne mal bei den Mitbewerbern ins Backlink-Portfolio ;)

Für diesen Zweck gibt es aktuell mit SEOmoz Linkscape und Majestic-SEO zwei relativ gut ausgebaute, aber natürlich kostenpflichtige Tools auf dem Markt.

Bleibt zu hoffen, dass die Anbieter unserer geliebten SEO-Tools schnell und ausreichend reagieren und qualifizierte Alternativen anbieten. Der Newcomer, die WISE SEO Suite, arbeitet bereits mit einem eigenen Crawler, wenn auch noch mit keinem vergleichbaren Erfolg zu den Yahoo Backlink-Daten.

Übrigens, von dieser Suite wird es hier in den nächsten Tagen einen ersten Testbericht geben.

Google hat Caffeine live geschaltet…

Matt Cutt´s hats getwittert und auch auf dem offiziellen Google Blog kann man lesen, dass Google das Caffeine Update nun vollzogen hat. Trotz der vielen Diskussionen und teilweise dramatischen Erwartungen an das Caffeine Update, sind jedenfalls meine ersten Auswertungen der SERPs nicht weltbewegend verändert.

In dem Blog-Post von Google wird auch nochmals ausdrücklich erklärt, dass entgegen der teilweise geäußerten Erwartungen nicht die SERPs durch veränderte Ranking-Faktoren geändert werden, sondern Google nun in der Lage ist, deutlich schneller gecrawlte Seiten in den Index aufzunehmen.

Wie sich das Ganze tatsächlich auf das Alltags-Geschäft auswirken wird, bleibt noch abzuwarten. Eigentlich sollte es ja für SEOs nur Vorteile bringen, wenn Seiten schneller im Index landen.

Hallo Welt, nordseeo.de ist da!

So, der WordPress-Hallo-Welt Post gelöscht und nun das jungfräuliche Blog mit dem ersten wirklichen Post füllen. Immer wieder ein schönes Gefühl ;)

Was soll hier entstehen? Noch ein SEO-Blog?! Eigentlich schon… In unserem Firmen-Blog kann man teilweise nicht so ausgeschweift berichten, wie ich es manchmal gerne würde. Daher habe ich mir nun den Nickname, das Pseudonym oder die Identität nordse(e)o zugelegt und werde unter diesem, neben dem Thema SEO, auch persönliche Gedanken und Ideen einbringen.

Also, nordse(e)o ist geboren – Auf ein langes Leben ;)


Gelistet

http://www.wikio.de